Und plötzlich können wir auf der ganzen Welt über das gleiche Thema reden. Es ist alles einfach sehr skurril.

Genau vor einem Jahr, im März 2019 habe ich mich sehr schwer getan, meine Gedanken über die Auswirkungen des Zyklons IDAI in Worte zu fassen. Und nun sind wir schon wieder mit einer Situation konfrontiert, die uns diesmal alle betrifft – in einem für uns vor einem Monat noch nicht vorzustellenden Ausmaß.

Alle bekannten Strukturen und Abläufe sind unterbrochen, unser ganzes Leben steht auf >>PAUSE<< Keiner weiß, was morgen ist.

Doch halt!! Wissen wir das denn sonst?

Unser (gutes) deutsches Planen, unsere Sicherheiten gaukeln uns vor, dass wir das Morgen schon kennen. Doch so ist es nicht!

Unser Leben liegt nicht in unserer Hand. Hier sehe ich einen von zwei großen Vorteilen, die die Mosambikaner haben. Ihnen ist bewusst, dass sie abhängig von Gott sind.

Ich ärgere mich vielleicht manchmal über ihre Planlosigkeit, doch mit Krise umzugehen, nicht kopflos zu sein, sondern ganz gelassen einen Schritt vor den anderen zu setzen, das können sie.

Und zweitens haben sie einen gesunden Umgang mit dem Tod. Er ist Teil des Lebens. In Deutschland stirbt man nur, wenn man (sehr) alt ist oder die Medizin versagt. Hier stirbt man ständig! Woran? Man weiß es oft nicht!

Der Virus ist inzwischen auch (offiziell) bei uns angekommen. Die Schulen sind nun erst einmal für 30 Tage geschlossen. Das Geländer der Schule, auf dem ich auch wohne, ist groß… man lebt hier sowieso wie in Quarantäne:)

Es ist wahr, wenn Gott hier nicht übernatürlich schützt, dann kann es schlimme Auswirkungen haben, denn „zu Hause bleiben“ kann man in Deutschland, doch hier ist das zu Hause oft nur eine kleine Hütte, in der die ganze Familie auf einer Matte schläft. Das Leben findet vor der Hütte statt, mit vielen anderen!

Natürlich ist die Unbesorgtheit, die ich anfangs eher gelobt habe, hier auch ein weiterer Stolperstein.

Als Christen brauchen wir keine Angst haben, denn wir sind sicher in Gottes Hand!

Ich darf in seinem Frieden leben, und diesen austrahlen.

Und ich kann mich sogar freuen, da wir gerade hautnah erleben, dass Gottes Wort Wirklichkeit ist und wird. „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35)

Unsere Routinen, unsere Sicherheit, unsere Arbeit vergeht, aber Gottes Wort bleibt. Und es erfüllt sich bis auf den letzten Buchstaben! Lasst uns die Zeit, die wir noch haben, nutzen, um so viele wie möglich noch in Gottes große Familie einzuladen.

Ganz liebe Grüße aus Mosambik,

danke für all eure Gebete – ich bete auch für euch!

This article has 4 comments

  1. Hundebesitzer Reply

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